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Mauga | Im Reich des Hriob Zagel

Im Sommer 2009 verschlug es mich seit langer Zeit wieder einmal nach Niederschlesien. Anlass dafür war ein international besetzter Workshop für bildende Künstler nahe der Stadt Jelenia Gora am Fuße des Riesengebirges, dem Reich des legendären Rübezahl.

Bizarre Felsformationen, Nebelbänke in den Tälern, in Dunst gehüllte Gebirgszüge, plötzliche Wetterumschwünge – all dies mögen Gründe dafür sein, dass hier schon zu germanischer Zeit die Legenden über den Berggeist Hriob Zagel (später: Rübezahl) entstanden sind.

Er ist wie das Land, das ihn umgibt: „…launisch, ungestüm, sonderbar, bengelhaft, roh, unbescheiden, stolz, eitel, wankel-mütig, heute der wärmste Freund, morgen fremd und kalt; ... schalkhaft und bieder, störrisch und beugsam ..." (vgl. Musäus, 1783)

Ähnlich wie schon in meiner oberschlesischen Heimat mit der über Jahre hin gewachsenen Reihe der  “Schlesischen Impressionen” ist - soll ich sagen: natürlich? - auch im Schatten der Schneekoppe eine Serie entstanden, die unter dem Titel “Im Reich des Hriob Zagel” versucht, die in den Legenden durchscheinende Naturmystik dieser Region in eine adäquate malerische Form- und Farbensprache zu übersetzen.

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